Balázs, Béla - Ein Baedeker der SeeleBéla Balázs
Ein Baedeker der Seele
Und andere Feuilletons 1920 – 1926.
Mit Buchschmuck von Anna Lesznai.
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Hanno Loewy.
Ausgewählte literarische Werke in Einzelausgaben, zweiter Band.
160 Seiten, engl. Broschur, Fadenheftung, 13,80 Euro.
ISBN 978 3 93110930 1

1925 erschienen, hier erstmals wieder veröffentlicht: Béla Balázs‘ „Phantasie-Reiseführer für Sommerfrischler“.
„Ich bin ein ungarischer Dichter, der seit zwanzig Jahren deutscher Schriftsteller ist“, umschrieb der „europäische Jude“, Filmkritiker und –theoretiker, Drehbuchautor und Erzähler Béla Balázs im Moskauer Exil 1940 seine literarische Biographie. An ihrem „deutschen“ Anfang – zu Beginn der 1920er Jahre in Wien – stehen die fast vergessenen, hier teilweise überhaupt zum ersten Mal veröffentlichten Feuilletons: Reflexionen über die tägliche Entstehung der Welt aus unsern Sinnen und Träumen. Balázs schrieb – seit 1923 im Tag, in der Nachbarschaft von Alfred Polgar – über Kunst und Theater, über Maskenspiele und Puppen, über das Schielen der Sinne und die Magie des Weihnachtsbaums, über die Dauer einer Sekunde und russische „Juden unterwegs“ nach Palästina. Ergänzt wird unsere Auswahl durch den 1925 erschienenen, hier erstmals wieder veröffentlichten Phantasie-Reiseführer / Das ist ein Baedecker der Seele für Sommerfrischler, mit dem Buchschmuck von Anna Lesznai.

Wenn die Fische aus dem Wasser springen, bedeutet das Regen. Das sagen die Fischer und die wissen es. Die Fische wissen es nicht. Was mag es bedeuten, wenn wir springen? Wir wissen es nicht. Ob jemand da ist, der es weiß?

Béla Balázs (ursprünglich Herbert Bauer), geboren am 4. August 1884 in Szeged, gestorben am 17. Mai 1949 in Budapest.
„Ich bin ein ungarischer Dichter, der seit zwanzig Jahren deutscher Schriftsteller ist“, umschrieb Béla Balázs im Moskauer Exil 1940 seine literarische Biographie. An ihrem „deutschen“ Anfang – zu Beginn der 1920er Jahre in Wien – stehen die fast unbekannten, hier teilweise überhaupt zum ersten Mal veröffentlichten Feuilletons: Reflexionen über die tägliche Entstehung der Welt aus unsern Sinnen und Träumen. Balázs schrieb – seit 1923 in der Wiener Nachkriegszeitung Der Tag, in der Nachbarschaft von Alfred Polgar – über Kunst und Theater, über Maskenspiele und Puppen, über das Schielen der Sinne und die Magie des Weihnachtsbaums, über die Dauer einer Sekunde und über russische „Juden unterwegs“ nach Palästina.